Familie, der sichere Hafen

Unsere Familie ist groß, sogar sehr groß. Es gibt aber leider nur wenige Gelegenheiten, an denen wir zusammentreffen. Große Geburtstage werden zusammen gefeiert aber auch hier fehlt immer jemand. Entweder fehlt die Zeit, die Entfernung ist zu groß oder man versteht sich schlicht mit jemandem nicht und bleibt daher fern.

Zu traurigen Anlässen, so scheint es, kommen wir eher zusammen, als zu den glücklichen. Wird einem die Vergänglichkeit bewusst, verspricht man sich, sich von nun an öfter zu sehen. Bei dem Vorsatz bleibt es dann. Ganz ähnlich wie mit den Vorsätzen, die man sich für ein neues Jahr vornimmt. Man meint es aus tiefstem Herzen ehrlich, kann es aber nicht umsetzen.

Letzte Woche haben wir den 80. Geburtstag meines Opas gefeiert. Und der war selber ziemlich erstaunt, wieviele Leute da zusammen kommen. 4 von 5 seiner Kinder waren anwesend, dazu Enkelkinder und natürlich die Ur-Enkel. Die jeweiligen Partner waren ebenso anwesend und so wurde der Raum, der extra angemietet wurde, knapp.

Die Gelegenheit haben wir genutzt und haben Familienbilder geschossen. Opa und seine Kinder, als nächstes nur mit den Enkelkindern und zu guter Letzt, Opa mit dem Haufen an Ur-Enkeln. So saß er dann da, von den aller jüngsten der Familie umringt und zwei Babys auf dem Schoß. Die Blitze zuckten aus allen Richtungen. Bald sah dann niemand mehr etwas, außer greller Lichtpunkte, die sich im Blickfeld bewegten.

Es war ein schöner Abend und Ich wünschte, wir kämen viel öfter so zusammen. Aber natürlich hat jeder mit seinem Leben, und seiner eigenen kleinen Familie genug zu tun und so ist eben nur 1-2 jährlich möglich.

Familie ist mir wichtig. Sehr wichtig. Ohne meine Mama und meine Schwester will ich nicht sein. Mein Sriefvater und meine Brüder, ich will sie nicht missen.

Den Kontakt zu meinem leiblichen „Vater“ habe ich vor Jahren abgebrochen. Eine sich anbahnende Versöhnung schlug fehl. Menschen muss man nehmen, wie sie sind. Man kann sie sich nicht so zurecht biegen, dass sie einem besser passen. Man kommt mit Ihnen klar, wie sie sind oder lässt es bleiben. Ich habe mich dafür entschieden, es zu lassen. Man muss niemanden hinterher laufen, der kein Interesse hat. Dafür bin ich mir zu schade. Diese Einsicht zu gewinnen, hat gedauert. Aber nun bin ich mit mir und meiner Entscheidung im Reinen. Ich weiß mittlerweile, dass es ein Thema ist, dass mich nur zur Ruhe kommen lässt,wenn ich einen Schlussstrich ziehe. Und das habe ich getan.

Für den Rest der Familie, bin ich dankbar. Es ist immer jemand da, wenn ich ein offenes Ohr oder einen Rat brauche. Wenn ich Wut ablassen muss, dann darf ich das. Es gibt nichts, dass einem das ersetzen kann. Meine Schwester, ist viel mehr eine beste Freundin und das, obwohl uns 10 Jahre trennen.

Für jedes einzelne meiner Kinder, bin ich unglaublich dankbar. Vier gesunde Kinder auf die Welt zu bringen, ist nicht selbstverständlich.

Nachdem wir uns in der zweiten Schwangerschaft, viele Sorgen um die Gesundheit unserer ungeborenen Tochter gemacht haben, erhielten wir nach der Geburt eines gesunden Babys, mal wieder die Bestätigung dafür- Familie und Gesundheit kann nichts ersetzen.

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