„Du trägst ja Sachen für Jungs!“

Unsere 5 jährige Tochter ist alles andere als ein typisches Mädchen. Sie ist einfach Kind, macht und trägt was ihr gefällt. Sie will keine Zöpfe und Kleider zieht sie nur an, wenn sie es möchte. Sie lässt sich nicht in eine Geschlechterrolle drängen und das ist gut so!

Oft möchte sie morgens die rausgelegten Sachen nicht anziehen, greift lieber zum Shirt vom Bruder. An anderen Tagen kann es nicht genug glitzern. Auch das ist okay. Solange sie dem Wetter entsprechend gekleidet ist, ist es mir egal ob da Star Wars oder Einhörner auf dem Oberteil sind.

Vor wenigen Tagen kam die Maus nachhause und berichtete davon, dass ein Junge sie aufgezogen hat.

Du trägst ja immer Sachen für Jungs. Das geht nicht, Du bist ein Mädchen!

Mein schlagfertiges Mädchen erwiderte, dass jeder tragen kann was ihm gefällt. Ob er hinter dem Mond lebe, wenn er eine solche Meinung hat.

Ich musste lachen, als sie mir davon berichtet hat. Ich bin froh, dass sie ihrem Standpunkt treu bleibt und nicht wegen unbedarfter Äußerungen ins wanken gerät. Zu Beginn hat es mir einen Stich versetzt. Man möchte nicht, dass die Kinder in solche Situationen geraten. Da ich jetzt aber weiß, dass sie so toll damit umgeht und sich nicht beirren lässt, atmet mein Mutterherz wieder auf. Dieses wilde, wunderbare Mädchen ist richtig, genau so, wie sie ist.

Wir sollten unsere Kinder darin bestärken, dass sie sein können, wie sie möchten. Man muss keine Vorgaben erfüllen weil man einem bestimmten Geschlecht angehört. Man darf man selber sein.

Hier Zuhause gehen die Meinungen ebenfalls auseinander und wir sind uns nicht immer einig. Ich hatte erst vor einer Woche eine Diskussion mit dem Mann. Es ging um Hausschuhe für den Sohn, die die Oma mitgebracht hat.

Tiere mit rosa Ohren und Glitzer. Der Sohn sah sie, zog sie an und fand die super. Papa war wenig begeistert und konnte nicht verstehen, warum Oma dieses Paar überhaupt mitgebracht hatte. Seine Befürchtung war, dass der Sohn in der Schule aufgezogen wird. Mich werfen solche Momente auch manchmal in einen Zwiespalt. Ich will, dass sie anziehen, was Ihnen gefällt. Möchte sie aber gleichermaßen vor unangenehmen Begegnungen schützen. Der Sohn ist nicht so wie seine Schwester. Kritik prallt nicht an ihm ab, er nimmt sich Dinge schnell zu Herzen.

Er durfte die Schuhe mitnehmen und keiner seiner Klassenkameraden hat etwas negatives gesagt. So sollte es auch sein.

Knder sollten tolerant erzogen werden. Man sollte Ihnen keine Klischees vorsetzen. Wichtig ist nicht die Kleidung die man trägt, sondern der Mensch der drin steckt.

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